Störfall-Kalender

Wir blicken zurück in die Vergangenheit. In unserem Störfall-Kalender befinden sich Ereignisse in Atomanlagen, die teilweise schon lange vom Netz sind. Doch was bleibt ist die Tatsache: Sicher ist beim Betrieb von Atomanlagen nur das Risiko!

risiko

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Hinweis: Sofern es keine weiteren Informationen zu den Ereignissen gibt ist ein LINK als Quelle angegeben. In manchen Fällen ist dieser allerdings veraltet - da hilft dann eine Suchmaschine (Recherche nach Datum und Titel).

Einträge für: 28. September

2018

RWE: Gundremmingen Block C: Leckage am Zwischenkühler

(Quelle: http://www.kkw-gundremmingen.de/presse.php?id=625)

2017

Kernkraftwerk Isar 2: Auffälligkeit an Gleichrichtern

(Quelle: https://www.preussenelektra.de/cps/rde/pe-internet/hs.xsl/NewsDetail.htm?newsId=2BC4A2F8-D0A9-441C-8199-9A27E46237A6)

2016

Zwei meldepflichtige Ereignisse im Kraftwerk Biblis

(Quelle: http://www.bundesumweltportal.de/hessen/10-hessen/zwei-meldepflichtige-ereignisse-im-kraftwerk-biblis.html)

2011

Atomkatastrophe Fukushima: Japan muss gewaltige Bodenmengen entsorgen

Die radioaktive Wolke von Fukushima verseuchte eine Fläche von rund 2400 Quadratkilometern. Jetzt müssen diese Gebiete dekontaminiert werden. Eine neue Simulation zeigt: Die Menge an radioaktivem Müll, die bei einer konsequenten Reinigung zusammenkäme, wäre kaum zu bewältigen.

Japan steht vor einer enormen Aufgabe: Mehrere Millionen Kubikmeter Boden sind nach dem AKW-Unglück von Fukushima radioaktiv kontaminiert und müssen nun entsorgt werden. Das ist das Ergebnis einer Simulation des japanischen Umweltministeriums, das jetzt offiziell bekanntgegeben wurde. Es sind die ersten Schätzungen, die sechs Monate nach dem nuklearen Desaster das Ausmaß der radioaktiven Verseuchung deutlich machen. Betroffen ist dem Bericht zufolge eine Fläche von etwa 2400 Quadratkilometern, die sich über die Präfektur Fukushima und die vier Nachbarpräfekturen erstreckt. Zum Vergleich: Die gesamte Metropolregion Tokio hat eine Fläche von 2170 Quadratkilometern. Erstmals wisse man, wie groß der gesamte Dekontaminations-Aufwand ungefähr sein werde, heißt es in dem Bericht. Das Umweltministerium hat nun dafür einen zusätzlichen Etat von etwa 450 Milliarden Yen (umgerechnet rund 4,3 Milliarden Euro) beantragt. Die Regierung will laut der Nachrichtenagentur Kyodo noch im Oktober darüber entscheiden. Bisher hat sie 220 Milliarden Yen (2,1 Milliarden Euro) für die Dekontamination bewilligt. Doch einige Experten gehen davon aus, dass die Maßnahmen ein Vielfaches davon kosten werden. Bereits in den vergangenen Monaten haben Nichtregierungsorganisationen in Pilotprojekten Schulen und andere öffentliche Einrichtungen gesäubert. Schon dabei wurde erkennbar, welche Kosten eine großflächige Dekontamination verursachen könnte. In ihrer Simulation gehen die Experten des Umweltministeriums davon aus, dass eine etwa fünf Zentimeter dicke Bodenschicht abgetragen werden muss, in der sich das radioaktive Cäsium befindet. Mit eingerechnet wurden auch verseuchtes Laub und jener Dreck, der sich in den Regenrinnen sammelt - dort ist die gemessene Radioaktivität meistens am höchsten. Berücksichtigt wurden nur Flächen, an denen die zusätzliche Jahresdosis mehr als fünf Millisievert beträgt, inklusive einiger Gebiete mit einer Zusatzdosis von jährlich einem bis fünf Millisievert. Würden diese Gebiete vollständig dekontaminiert und von radioaktivem Laub und anderen Abfällen befreit, so die Berechnung der Experten, käme ein Müllberg von rund 28 Millionen Kubikmetern zustande. Wahrscheinlicher aber ist, dass nur Teile der Gebiete gereinigt werden - etwa Standorte von Schulen, öffentlichen Einrichtungen und Wohnsiedlungen sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen. Allerdings müsste dann der Zugang zu den übrigen, nicht gesäuberten Gebieten eingeschränkt werden. Selbst wenn nur Teilgebiete dekontaminiert würden, betrüge die Menge radioaktiven Abfalls dem Bericht zufolge immer noch rund 18 Millionen Kubikmeter. Das wirft zudem ein weiteres Problem auf: Wohin mit dem radioaktiven Müll? Auch darüber hat die japanische Regierung bisher noch nicht entschieden. In der Zwischenzeit hat der Konzernbetreiber Tepco aus dem havarierten AKW Positives zu vermelden: Die drei teils schwer beschädigten Reaktoren könnten bald unter Kontrolle sein. Am Mittwoch habe das Kühlwasser im letzten der drei Atomreaktoren die kritische Temperaturgrenze von 100 Grad Celsius unterschritten, sagte ein Sprecher des Energiekonzerns Tepco . Damit sei eine wichtige Vorraussetzung für die sogenannte Kaltabschaltung zum Jahresende geschaffen. Dieser Zustand ist erreicht, wenn das Wasser zur Kühlung der Brennstäbe dauerhaft kälter als 100 Grad ist und damit kein Wasser mehr verdampft. Erst nach einer Kaltabschaltung dürfen die nach dem Reaktorunfall im März in Sicherheit gebrachten Bewohner wieder in ihre Häuser in der Nähe der Anlage zurückkehren. Tepco teilte mit, dass eine Kaltabschaltung erst dann erfolgen könne, wenn die von den Reaktoren ausgehende Strahlenbelastung weiter absinke. (Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,788831,00.html)

2001

Leckage im AKW Biblis-B

An einem nuklearen Zwischenkühler wurde im Atomkraftwerk Biblis-B eine Leckage entdeckt. (Quelle: bfs.de)

2000

Reaktorschnellabschaltung im AKW Neckarwestheim-1

Auslösung einer Reaktorschnellabschaltung durch versehentliche Betätigung eines Schlüsselschalters im Atomkraftwerk Neckarwestheim-1. (Quelle: bfs.de)