Störfall-Kalender

Wir blicken zurück in die Vergangenheit. In unserem Störfall-Kalender befinden sich Ereignisse in Atomanlagen, die teilweise schon lange vom Netz sind. Doch was bleibt ist die Tatsache: Sicher ist beim Betrieb von Atomanlagen nur das Risiko!

risiko

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Hinweis: Sofern es keine weiteren Informationen zu den Ereignissen gibt ist ein LINK als Quelle angegeben. In manchen Fällen ist dieser allerdings veraltet - da hilft dann eine Suchmaschine (Recherche nach Datum und Titel).

Einträge für: 22. April

2016

AKW Doel-3: Softwareproblem löste Abschaltung von belgischem Reaktor aus

(Quelle: https://www.greenpeace-magazin.de/tickerarchiv/softwareproblem-loeste-abschaltung-von-belgischem-reaktor-aus)

2016

RWE / AKW Emsland: Ölaustritt an einer Druckmessung eines Notstromdiesels

(Quelle: http://www.rwe.com/web/cms/de/2320/rwe-power-ag/presse-downloads/pressemitteilungen/pressemitteilungen/?pmid=4014831)

2016

Defekt an Notstromdiesel beim Kernkraftwerk Emsland

(Quelle: http://www.noz.de/lokales/lingen/artikel/702947/defekt-an-notstromdiesel-beim-kernkraftwerk-emsland)

2015

Frankreich / EPR: Sicherheitsprobleme in Atomanlagen - Peinlicher Baufehler am Reaktor

(Quelle: http://www.taz.de/!158566/)

2015

Neckarwestheim-II: Druckabfall in Startluftflasche eines Notstromaggregats

(Quelle: https://www.enbw.com/unternehmen/presse/meldepflichtige-ereignisse/presse-detailseite_103236.html;jsessionid=5243ACCC2CE622F425DBF9765B3B8717.nbwroot44)

2014

Auch zweiter Atomreaktor in Fessenheim heruntergefahren

(Quelle: http://www.greenpeace-magazin.de/tagesthemen/einzelansicht/artikel/2014/04/19/auch-zweiter-atomreaktor-in-fessenheim-heruntergefahren/)

2014

Frankreich / Fessenheim: Atomkraftwerk nach Pannen vom Netz

(Quelle: http://www.dw.de/atomkraftwerk-nach-pannen-vom-netz/a-17579095?maca=de-rss-de-all-1119-rdf)

2007

Sellafield: Britische Menschenversuche in den 1960er und 1970er Jahren

Aus Dokumenten, die der renommierten britischen Tageszeitung 'Observer' am 22.4.07 zugespielt worden waren und kürzlich veröffentlicht wurden, geht hervor, dass Mitarbeitern der britischen Nuklearindustrie in den 1960er und 1970er unter anderem Flüssigkeit mit radioaktivem Cäsium-134 verabreicht worden war.

Damit sollte die Reaktion des menschlichen Organismus auf radioaktive Isotope verschieden hoher Dosen getestet werden.

Außer mit Cäsium-134 experimentierten britische Regierungswissenschaftler auch mit radioaktiven Substanzen wie Strontium-85, Uran und Plutonium. Diese Menschenversuche wurden in der Plutoniumfabrik Windscale (später umbenannt in Sellafield) sowie in Dounreay, Winfrith und Harwell durchgeführt. Über die Folgen dieser Menschenversuche ist bislang nichts bekannt. Der britischen Regierung war aber offenbar sehr wohl bewusst, dass solche Experiment äußerst bedenklich seien. Der damals im britischen Gesundheitswesen an höchster Stelle verantwortliche Beamte, K. P. Duncan, schrieb 1965, man müsse die Pläne mit der Rechtsabteilung absprechen. Auch andere warnten vor möglichen juristischen Folgen. Um dem vorzubeugen wurde - wie aus einem anderen nun veröffentlichten Memorandum hervorgeht - empfohlen, eine Vernebelungsstrategie zu fahren, damit die Experimente nicht publik würden. Die britische Regierung noch unter Tony Blair sah sich deshalb genötigt, eine Untersuchung von 65 Fällen aus den Jahren 1962 bis 1992 anzuordnen. (Quelle: rf-news.de)